Vom Einkauf zu Bestand und Anlagen
Wie aus Belegen Materialbestand, Produktbestand oder Anlagevermögen wird — und wie Produktion und Abschreibung ins Journal buchen.
workflowbelegebestandmaterialprodukteanlagenproduktionabschreibung
Vom Einkauf zu Bestand und Anlagen
Belege halten fest, was ausgegeben wurde. Dieser Ablauf zeigt, was aus dem Geld wird: verbrauchbarer Materialbestand, verkäuflicher Produktbestand oder aktiviertes Anlagevermögen — und wie Produktionsläufe und Abschreibungen ins Buchhaltungsjournal fließen.
Vom Beleg zur Zuordnung
- Jeder Beleg lässt sich in Positionen aufschlüsseln — manuell auf der Belegseite oder automatisch: Die KI-Dokumentenanalyse liest Positionen aus gescannten Rechnungen aus, und Positionen aus verknüpften Sendungen werden vorausgefüllt.
- Passt eine erkannte Position zu den Einkaufsdaten des gewählten Lieferanten, kann Einblick Material, Basismenge und Lieferantenzeile vorschlagen. Der Vorschlag lässt sich annehmen, anpassen oder verwerfen; beim Annehmen wird der Lagerzugang mit dem tatsächlichen Nettobetrag der Belegposition bewertet.
- Jede Position kann anschließend zugeordnet werden: als Materialzugang, als Produktzugang oder als aktivierte Anlage. Das Zuordnungsmenü der Position öffnet den passenden Dialog mit Menge, Kosten und Datum vorausgefüllt.
- Nicht zugeordnete Positionen bleiben, was sie immer waren: Aufwand. Weder Aufschlüsselung noch Zuordnung sind Pflicht.
- Die Zuordnungskarte am Beleg zeigt alles, was aus dem Einkauf entstanden ist — mit Links zu den Lagerbewegungen und Anlagen.
Materialbestand: Mengen und Einzelteile
- Materialien decken mengengeführte Verbrauchsgüter ab — Sand, Kabel, Schrauben. Zu- und Abgänge laufen über Materialtransaktionen, und jede Bewegung kann auf den Herkunftsbeleg verweisen.
- Jedes Material hat eine Basiseinheit aus einem festen globalen Satz (Stk, kg, m, m², m³, …). Der Bestand wird immer in der Basiseinheit geführt; Mengen lassen sich in jeder Einheit derselben Größenart eingeben und werden automatisch umgerechnet.
- Einzelteile bilden identifizierte Unikate ab (zum Beispiel geborgene Bauteile): Jedes Teil hat eigenes Etikett, Seriennummer, Zustand, Foto und Anschaffungskosten und lässt sich einzeln reservieren oder verbrauchen. Auch Einzelteile bewegen sich über das Transaktionsjournal, sodass der Bestand des Materials eine einzige verlässliche Quelle bleibt.
- Materialien führen einen gleitenden Durchschnittspreis und einen aktuellen Bestandswert, automatisch aktualisiert aus Bewegungen mit Kosten.
Produktbestand: verkäufliche Ware
- Produkte mit Bestandsführung protokollieren jede Bewegung — Einkäufe hinein, Verkäufe hinaus, Produktionsausstoß hinein. Bewegungen speichern ihre Kosten; Abgänge halten damit die Kostenbasis des Verkauften fest.
- Produkte haben dieselbe gleitende Durchschnittsbewertung wie Materialien: Durchschnittskosten pro Einheit und Gesamtbestandswert, sichtbar auf der Produktseite.
Anlagenverzeichnis: Aktivierung und Abschreibung
- Einkäufe zur langfristigen Nutzung — Fahrzeuge, Maschinen, Werkzeuge, IT — gehören ins Anlagenverzeichnis, optional verknüpft mit dem operativen Eintrag (z. B. dem Fahrzeug- oder Gerätedatensatz).
- Unterstützte Abschreibungsmethoden: linear, degressiv (mit automatischem Wechsel zu linear) und Sofortabschreibung für geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG). Die österreichische Halbjahres-AfA gilt standardmäßig — auch im Abgangsjahr.
- Die Abschreibung wird je Wirtschaftsjahr geplant und ins Journal gebucht — manuell von der Anlagenseite aus oder automatisch jeden Januar für das Vorjahr. Gebuchte Jahre sind unveränderlich; Parameteränderungen erzeugen nur künftige Jahre neu.
- Der Abgang bucht den Restbuchwert aus und räumt die Anlagenkonten; Verkaufserlöse werden separat fakturiert.
Produktion: aus Teilen werden Produkte
- Ein Produktionslauf verbraucht Materialmengen und Einzelteile und erzeugt Produktbestand. Komponentenkosten, Arbeit und Gemeinkosten summieren sich zu den Gesamtkosten des Laufs.
- Eine Produktstückliste kann einen skalierten Komponentenplan für den Lauf vorgeben. Die Verfügbarkeit vergleicht den geplanten Bedarf mit dem Bestand und den weichen Reservierungen anderer laufender Produktionen, bevor Verbrauch gebucht wird.
- Der Abschluss eines Laufs bucht die Ausbringungsmenge zum Laufkostenwert in den Produktbestand und setzt damit die Kostenbasis des Produkts.
Journal und Buchhaltungsexporte
- All das bucht automatisch ins doppelte Journal: Abschreibungen, Abgänge und — wenn die Bestandsbewertung je Artikel aktiviert ist — Lagerbewegungen als Bestandsveränderungen.
- Buchhaltungsexporte enthalten den Anlagenspiegel für die Steuerberatung. Gesperrte Exportzeiträume werden überall respektiert: In abgeschlossene Perioden wird nichts gebucht oder geändert.