Ticketing
Ticketshop, Preise, Gästelisten, Partnerbudgets, Ermäßigungen, Bestellungen und Check-in einrichten.
Ticketing
Ticketing verbindet einen eigenen Ticketkatalog mit gehostetem Shop, Checkout, Bestellzugriff, Rückerstattungen und Eintrittsscans. Ticketprodukte werden nicht im gewöhnlichen Produkte-Katalog verwaltet.
Test- und Livemodus
Der Modusschalter im Ticketing-Header wechselt zwischen zwei getrennten Betriebswelten. Der gewählte Modus steht als ?mode=test oder ?mode=live in der URL, bleibt auf Ticketing-Seiten erhalten und wird in Links auf Datensätze wie Bestellungen mitgeführt. Ohne Parameter gilt der Testmodus.
Produkte und Shop-Einstellungen werden gemeinsam verwendet. Bestandspools, Aktionen, Partnerbudgets, Ermäßigungen, Bestellungen, Rückerstattungsrichtlinien, Reports, Nachweise und Stripe-Zahlungen gehören dagegen zum gewählten Modus. Der Testmodus zeigt ein Banner und verwendet eigene Kontingente, eigene Bestellungen und Stripe-Testzahlungen; nichts davon erreicht echte Kundschaft. Die Gästeliste eines Events folgt dem aktuellen Storefront-Modus.
Der Tickets-Tab eines Events hat keinen eigenen Schalter. Er zeigt die Verfügbarkeit für den aktuell vom Storefront verwendeten Modus und kennzeichnet diesen neben den Zahlen.
Ticket-Nutzung und Kontingente
- Eine im Livemodus ausgestellte bezahlte Admission zählt zum Workspace-Kontingent Verkaufte Tickets. Bei einem Gruppenticket zählt jeder ausgestellte Nachweis; ein Pass oder Entitlement zählt einmal pro verkaufter Einheit, nicht bei jeder späteren Einlösung.
- Kostenlose Bestellungen, Gästelisten- und RSVP-Zulassungen, Importe, Gutscheine, Neuausstellungen und Ersatz aus einem Umtausch zählen nicht. Eine Rückerstattung oder Stornierung nach der Ticketausstellung macht die Nutzung nicht rückgängig.
- Bezahlte Tickets im Testmodus erscheinen zur Kontrolle getrennt, werden aber nie verrechnet. Enthaltene Menge, Durchsetzung, geschätzte Mehrnutzung und monatliche Zusatzkosten findest du unter Workspace-Einstellungen -> Nutzung.
Shop-Einstellungen
Öffne Ticketing → Einstellungen, um den gehosteten Shop zu konfigurieren.
- Aktiviere den Storefront und wähle seinen eindeutigen URL-Slug.
- Lege ISO-Währung, Währungsexponent und Dauer der Bestandsreservierung im Checkout fest. Sie kann zwischen 30 Minuten und 24 Stunden liegen.
- Speichere die aktuellen Versionskennungen für AGB und Datenschutz. Käufer*innen müssen den im Checkout gezeigten Versionen zustimmen.
- Veröffentliche eine versionierte Rückerstattungsrichtlinie. Bestellungen behalten die beim Kauf gültige Version; spätere Änderungen verändern ihre Berechtigung nicht.
- Konfiguriere Webhook-Abonnements für
order.paid,ticket.issued,ticket.checked_in,refund.completed,event.cancelled,event.postponedundticket.exchanged.
Für eine eigene Domain speicherst du eine Subdomain und übernimmst den CNAME- sowie, wenn angezeigt, den TXT-Eintrag zur Eigentumsprüfung in deren DNS. Die Einstellungsseite zeigt ausstehend, verifiziert oder fehlgeschlagen, das letzte Provider-Ergebnis und eine manuelle Prüfung. Ausstehende Domains werden alle 15 Minuten, verifizierte Domains alle sechs Stunden geprüft; ein vorübergehender Provider-Fehler nimmt eine verifizierte Domain nicht offline. Erst eine verifizierte Domain leitet zum Shop. Ein Hostname kann nicht gleichzeitig einem anderen Ticketshop oder einer Einblick Site gehören.
Produkte und Bestand
Auf der allgemeinen Seite Produkte legst du Pässe oder Stempelkarten, Gutscheine, Gebühren und Spenden an. Eintrittstickets entstehen im Tickets-Tab des Events, für das sie gelten.
Preise können fix, kostenlos oder frei wählbar sein. Ein Fixpreis kann bis zu acht datierte Online-Preisstufen haben: Vor der ersten Stufe gilt der Basispreis, danach die zuletzt begonnene Stufe. Zusätzlich lässt sich ein Türpreis setzen; bleibt er leer, gilt an der Tür der aktuelle Online-Preis. Bei frei wählbaren Preisen erzwingt der Storefront Minimum, Maximum und Schrittweite. Produkte definieren außerdem die Höchstmenge pro Bestellung und, falls relevant, Bestandspools, Nachweise, Kapazität, Guthaben und Gültigkeit. Diese Bedingungen werden in die gekaufte Bestellposition kopiert und verändern sich nicht durch spätere Katalogänderungen.
Lege vor dem Verkauf kapazitätsbegrenzter Produkte Bestandspools an und aktiviere sie. Ein untergeordneter Pool kann zusätzlich einen übergeordneten Pool verbrauchen; ein Kauf muss dann sowohl in das Produktkontingent als auch in die geteilte Gesamtkapazität passen.
Bestehende Produkte lassen sich bearbeiten, aktivieren und archivieren. Dauerhaft löschen kannst du ein Produkt nur, solange kein beständiger Datensatz darauf verweist. Sobald es in einer Bestellung, einem Warenkorb, Nachweis, Gutschein, Hold, einer Anmeldung, Aktion oder einem anderen Geschäftsvorgang verwendet wurde, archivierst du es stattdessen und bewahrst damit die Historie.
Tickets für ein Event verkaufen
Ein Event-Typ mit Admission tickets oder mixed gibt seinen Events einen Tickets-Tab. Dort legst du ein Eintrittsprodukt an für:
- das gesamte Event
- einen bestimmten Slot
- eine wiederholbare Slot-Rolle
Lege Preis, Kapazität, verbrauchte Plätze pro Ticket, Höchstmenge pro Bestellung und optional einen übergeordneten Pool fest. Die Kapazität kann unbegrenzt sein. Ein Gruppenticket verbraucht die konfigurierte Zahl an Plätzen und stellt pro Platz einen Nachweis aus.
Der Tab zeigt Kapazität, verkauft, reserviert und verfügbar. Er verbindet eigene Tickets des Events oder seiner Slots mit geerbten Tickets aus Festival, Event-Typ oder Slot-Rolle. Geerbte Produkte sind hier schreibgeschützt und verlinken auf die Quelle, an der sie bearbeitet werden.
Für einen Bestandspool kann Reservierte Plätze Einheiten für Gästeliste, Partner oder eine bestimmte Ermäßigung schützen. Diese Einheiten sind im normalen Storefront nicht verfügbar, werden zuerst über ihren Kanal verbraucht und können zu einem optionalen Freigabezeitpunkt in den allgemeinen Verkauf zurückkehren. Käufer*innen mit dieser Ermäßigung können das reservierte Kontingent auch nutzen, wenn die normale Storefront-Verfügbarkeit ausverkauft ist. Überschreitet eine kostenlose Ausgabe ihr Kanal-Kontingent, warnt Einblick, bevor sie allgemeinen Bestand nutzt.
Gästelisten
Ticketverkaufende Events haben einen Tab Gästeliste; die Gästeliste eines Festivals führt dessen Events in einer operativen Ansicht zusammen. Ergänze einzelne Gäste oder Sammellisten mit Name, optionaler E-Mail und Begleitpersonen.
- Ein Eintrag nur mit Name verbraucht keinen Ticketbestand. Das Einlass-Team findet ihn über Name oder E-Mail und lässt die hinterlegte Gruppe manuell ein.
- Ein kostenloses Ticket wählt ein Admission-Produkt, reserviert die nötigen Einheiten, sendet bei vorhandener Adresse eine E-Mail und stellt scannbare Nachweise aus. Zuerst wird das Gästelisten-Kontingent verwendet.
- Vor dem Einlass können Mitarbeitende einen Eintrag bearbeiten, das Ticket erneut senden, einen Namenseintrag auf ein Ticket hochstufen oder ihn entfernen. Nach erfolgtem Einlass schützen Sperren den betroffenen Eintrag und Bestand vor unvereinbaren Änderungen.
Partnerbudgets
Ticketing → Partnerbudgets steuert kostenlose Kontingente für Sponsor*innen, Agenturen und andere Partner. Ein Budget kann in Ticket-Einheiten oder als Geldbetrag geführt werden und für den ganzen Workspace, ein Festival oder ausgewählte Events gelten. Optionale Regeln begrenzen Produkte, Gültigkeit, Summen pro Event und Anfrage, Buchungsfrist und unbenannte Gäste.
Mitarbeitende können Tickets für Partner ausstellen oder einen wiederverwendbaren privaten Portal-Link senden. Der Link lässt sich rotieren oder widerrufen; im Portal reserviert und storniert der Partner Tickets für zulässige künftige veröffentlichte Events und sieht das Restbudget. Jede Ausgabe, Stornierung und Anpassung bleibt im Budget-Journal erhalten.
Ermäßigungen und Karten
Öffne Ermäßigungen & Karten. Beginne mit einer eingebauten Vorlage für Partnerkarte oder Pass oder lege eine leere Regel an. Die Seite enthält außerdem Aktionscodes und Ermäßigungen pro Ticket. Eine Ermäßigung kann prozentual oder als Betrag reduzieren, einen Vorverkaufspreis nutzen oder den Eintritt kostenlos machen. Regeln können Produkte, Events, Festival oder Tag, Wochentage, Gültigkeit, Mengen, Käufer*innen sowie Gesamt-, Event- oder Kartennummer-Nutzung begrenzen; Nachweis und Kartenreferenz können Pflicht sein.
Lege fest, ob die Ermäßigung online, an der Tür oder in beiden Kanälen verfügbar ist. Online kann sie sofort reduzieren oder den vollen Preis berechnen und die Erstattung nach Nachweisprüfung an der Tür vormerken. Scanner-Personal kann Nachweis, Ausnahme und Erstattung festhalten und Tür-Zähler aktualisieren. Das lokalisierte Türblatt lässt sich für den Offline-Betrieb drucken oder als PDF herunterladen; ungenutzte vollständig kostenlose Plätze können nach Eventbeginn optional in den Verkauf zurückkehren.
Aktionscodes können prozentual oder um einen festen Betrag reduzieren. Regeln können Gültigkeit, Mindestmenge, zulässige Produkte, Gesamtnutzungen und Nutzungen pro Käufer*in begrenzen und bleiben bearbeitbar. Eine Aktion lässt sich pausieren und fortsetzen; ihr Archivieren ist endgültig. Einzelne Codes zeigen Endung und Nutzungszahl und lassen sich separat archivieren oder reaktivieren.
Storefront und Checkout
Der gehostete Shop liegt unter /tickets/:storefrontSlug. Er verwendet Workspace-Name, das zur aktuellen hellen oder dunklen Darstellung passende vollständige Logo, Markenfarbe und Branding-Einstellung und hält den Warenkorb im gesamten Shop verfügbar.
Der Shop beginnt mit veröffentlichten öffentlichen Events, für die aktuell Tickets verkauft werden. Bei genau einem Event öffnet er es direkt; bei mehreren Events führen Karten nach /tickets/:storefrontSlug/event/:eventId. Event-Seiten zeigen öffentliches Bild, Beschreibung, Zeit, Ort, Programm und alle passenden Tickets auf Event-, Slot-, Rollen-, Typ- und Festival-Ebene. Veröffentlichte unlisted-Events bleiben aus der Auffindbarkeit, lassen sich aber über einen bekannten Event-Link öffnen. Produkte ohne Zuordnung zu einem gelisteten Event bleiben unter den allgemeinen Angeboten verfügbar.
- Besucher*innen wechseln die Storefront-Sprache mit
?locale=en,?locale=deoder?locale=cs. - Fixpreis-Karten zeigen den aktuellen Online-Preis und, wenn vorhanden, die nächste Preisänderung. Eine Ermäßigung wird einer einzelnen Ticketzeile hinzugefügt, einschließlich erforderlicher Nachweisreferenz und Hinweis auf eine Tür-Erstattung.
- Der Warenkorb wird im Browser gespeichert. Der Checkout erfasst Käuferdaten, Aktions- oder Gutscheincodes und die Zustimmung zu den aktuellen Rechtstext-Versionen.
- Ein Produkt mit frei wählbarem Preis benötigt einen zulässigen Betrag, bevor es in den Warenkorb gelegt werden kann.
- Ein Gutschein wird vor dem Checkout geprüft. Der Warenkorb zeigt das verfügbare Guthaben, wendet standardmäßig höchstens die Bestellsumme an und erlaubt einen kleineren positiven Teilbetrag. Danach werden Restguthaben und noch offener Betrag gezeigt.
- Eine kostenlose Bestellung wird ohne Zahlungsweiterleitung abgeschlossen. Bezahlter Checkout führt zu Stripe.
- Kapazität wird während des Checkouts reserviert. Ein abgelaufener Hold kann nicht durch eine verspätete Zahlung abgeschlossen werden, die den Bestand überverkauft.
Bestellungen und Käuferzugriff
Mitarbeitende können aktuelle Bestellungen durchsuchen, eine teilbare Bestelldetailseite öffnen und dort eine zulässige Rückerstattung starten. Der gewählte Test- oder Livemodus bleibt im Bestelllink erhalten.
Nach dem Checkout öffnet die kaufende Person die Bestellung über einen privaten Claim-Token. Behandle diesen Token wie ein Passwort: Er gibt Zugriff auf Zahlungs- und Fulfillment-Status, QR-Nachweise, verbleibende Eintritte und Gutscheinwerte.
Auf der Bestellseite kann die kaufende Person:
- den Claim-Token rotieren und damit den bisherigen Zugriffslink ungültig machen
- einen verlorenen Nachweis ersetzen und damit den alten QR-Code ungültig machen
- eine zulässige Rückerstattung nach der in der Bestellung gespeicherten Richtlinienversion anfordern
Der aktuelle Self-Service-Ablauf erstattet die gesamte zulässige Bestellung. Die Berechtigung kann ungenutzten Bestand, einen Stichtag und noch keinen erfolgten Eintritt verlangen. Ungenutzte Einheiten kehren in den Bestand zurück, wenn die Richtlinie dies erlaubt.
Reports und Betriebsstatus
Benutzer*innen mit Lesezugriff auf Ticket Fulfillment können im gewählten Modus einen Zeitraum von 7, 30 oder 90 Tagen prüfen. Die Übersicht enthält Bestellungen, bezahlte Bestellungen, Tickets, Bruttoumsatz, aktuelle Bestellpositionen, Zahlungen und Nachweise. Sie markiert außerdem Dead-Letter-Webhooks, veraltete Holds, bezahlte aber nicht erfüllte Bestellungen sowie fehlgeschlagene Zustellungen und Rückerstattungen.
Event-Check-in
Event-Typen mit Anmeldung oder Ticketverkauf zeigen einen Check-in-Tab. Dort legst du Eingänge an, änderst ihre Anzeigenamen, entfernst Eingänge und genehmigst oder widerrufst Scanner-Geräte. Beim Umbenennen bleibt der Code erhalten. Das Entfernen bewahrt historische Scans und Sitzungen und gibt den bisherigen Code wieder frei. Die Verwaltung folgt den Admission-Berechtigungen; Scanner benötigen keinen Bearbeitungszugriff auf das Event, um Besucher*innen einzulassen.
Ein registrierter mobiler Scanner arbeitet innerhalb einer zeitlich begrenzten Sitzung für genau ein Event und einen Eingang. Ein Scan kann angenommen, wiederholt, außerhalb von Ziel oder Gültigkeitsfenster, rückerstattet oder widerrufen, aufgebraucht oder prüfpflichtig sein. Der Widerruf eines Geräts beendet seinen aktiven Scanner-Zugriff sofort.
Das Einlass-Team kann Gästelisteneinträge außerdem nach Name oder E-Mail finden und reine Namensgruppen einlassen. Ermäßigte Tickets zeigen Nachweis und Erstattungsaktion; das Ergebnis speichert Prüfung, freigegebene Ausnahme, fällige Erstattung und Tür-Nutzung.
Offline-Scanning verwendet ein signiertes, gerätegebundenes Manifest mit Gültigkeitsfenster. Scans werden später synchronisiert; maßgebliche Konflikte bleiben für die Prüfung durch Verantwortliche sichtbar.
Ticketing-API
Eigene Storefronts verwenden die Commerce-API unter /api/v2/commerce/: storefront, catalogue, cart/{id}, commands/{name} und orders/{id}; @einblick/sdk/commerce ist der typisierte Client. Diese Routen akzeptieren External-Site- oder Native-App-Zugänge, verlangen einen Storefront aus demselben Workspace und erzwingen die konfigurierten Browser-Origins der External Site.
Siehe Workspace-Integrationen für API-Key- und Browser-Origin-Einrichtung sowie Events für Staffing, Tickets, Einladungen und Reservierungen auf Event-Seite.